Kundgebung und Mahnwache gegen Aufrüstung und Kriegsprofite

Aktuell
, 27. November 2025

Unter dem Motto Der Tod sitzt mit am Tisch der Kriegsprofiteure rief das BSW HH zu einer Kundgebung und Mahnwache am Freitag, dem 21.11.25 auf

Hintergrund: Armin Papperger, Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall AG sprach auf dem Wirtschaftsabend 2025 in Hamburg-Heimfeld vor 265 zahlenden Gästen.

„Im Festsaal hielt Papperger […] eine programmatische Rede zur Zukunft der Branche. Er sprach von einem bevorstehenden Aufschwung der Rüstungsindustrie, insbesondere im maritimen Bereich. Papperger kritisierte, Deutschland könne es sich nicht länger leisten, in der Ostsee zuzusehen, wie Datenleitungen oder Pipelines beschädigt werden. Nach seinen Worten habe man 30 Jahre ‚geschlafen‘. Nun müsse die Bundesrepublik deutlich mehr in den Schutz maritimer Infrastruktur investieren.“ (NDR)

Während der NDR dieses Narrativ kritiklos übernahm (es deckt sich ja mit dem eigenen), demonstrierten zahlreiche Kundgebungsteilnehmer vor dem Tagungshotel in Eiseskälte gegen solche Propaganda, Aufrüstung und gegen die vom Westen mitverantworteten Kriege.

Dem Aufruf des BSW Hamburg schlossen sich das Hamburger Forum, die Friedensinitiative Fried:A und die Friedensinitiative Hamburg Süd an. Das BSW bedankt sich ausdrücklich bei allen dreien für die gelungene Kooperation!

Europas Sicherheit am Scheideweg – Rheinmetall in der Verantwortung war der Titel des Vortrages. Leider wurde darin wohl kaum auf das Friedensgebot des Grundgesetzes und die Friedens-Verantwortung der politischen und medialen Elite und auch Rheinmetalls hingewiesen.

Rheinmetall als Teil des militärisch-wirtschaftlichen Komplexes (BlackRock ist zweitgrößter Anteilseigner und Merz war über vier Jahre lang deren Aufsichtsratsvorsitzender in Deutschland) ist beteiligt, Deutschland in die „Kriegstüchtigkeit“, die Weltkriegsgefahr und in eine umfassende Militarisierung zu treiben. Das Anheizen des Konfliktes mit Russland, die Dämonisierung Russlands, die Ablehnung von Gesprächen und der Verlust jeglicher Rücksichtnahme auf die gegenseitigen Interessen sollen wertvolle Steuergelder in den Rüstungshaushalt umlenken – Kanonen statt Butter.

Mit unserer Mahnwache gegenüber dem Tagungshotel machten wir als Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit auf diese Situation aufmerksam.

Teil der Kundgebung war eine szenarische Anspielung an das Theaterstück „Jedermann“ von Hugo von Hoffmannsthal. Auch dort speiste eine festliche, reiche Gesellschaft. Der dort auftretende Tod erinnerte den „Jedermann“, dass er für sein Handeln verantwortlich sei.


Auch interessant

10 Mai

Erneuter Schulstreik gegen die Wehrpflicht - mit Unterstützung des BSW

Aktuell – Ca. 5.000 Schüler streikten am Freitag, den 8. Mai 2026 und gingen anstatt in ihren Unterricht lieber auf die Straße, um gegen Kriegsertüchtigung und gegen die drohende Wehrpflicht zu demonstrieren. Auch das BSW und Jugendliche des JSW unterstützten den Demozug bei strahlender Sonne vom Hachmannplatz, entlang der Alster bis zum Gänsemarkt. „Nie wieder Krieg“, „Wir…

10 Mai

Das BSW Hamburg-Nord dankt den Befreiern vom Hitlerfaschismus und gedenkt der Opfer

Aktuell – Am 9. Mai besuchte eine Delegation des BSW Hamburg-Nord den Ohlsdorfer Friedhof und legte Blumen an den Kriegsgräbern nieder. Zunächst ging es zur Sowjetischen Kriegsgräberstätte. Auf dem Gräberfeld ruhen 384 sowjetische Kriegsgefangene, die in Gefangenschaft 1941 bis 1945 durch Zwangsarbeit starben. Anschließend besuchte die Gruppe auch die Kriegsgräberstätte der alliierten Soldaten. Nach dem Zweiten Weltkrieg…

10 Mai

BSW Hamburg gründet Landesjugendverband

Aktuell – An diesem Samstag, 9. Mai, hat der Landesverband Hamburg vom Bündnis Sahra Wagenknecht, seinen Landesjugendverband im Körberhaus in Bergedorf gegründet. In Anwesenheit zahlreicher Gäste angrenzender Landesverbände eröffnete die Landesgeschäftsführerin, Franziska Schwarz, die Versammlung. Dabei betonte sie, dass gerade in der heutigen Zeit, in der buchstäblich wieder „Gleichschritt Marsch“ gefordert ist, die Jugend mit ihrem natürlichen…

01 Mai

Große Demo zum 1. Mai - wir waren dabei

Aktuell – Bei schönstem Wetter setzte sich der Demonstrationszug von Ottensen kommend gegen 11 Uhr in Bewegung. Mit dabei: Zahlreiche Mitglieder und Unterstützer des BSW. Ausgestattet mit vielen Fahnen und großen Bannern waren wir nicht zu übersehen. Die Stimmung war gut und diesmal waren wir – anders, als noch im letzten Jahr – sogar willkommene Gäste. Das…

  • 10 Mai Erneuter Schulstreik gegen die Wehrpflicht - mit Unterstützung des BSW

    Aktuell Ca. 5.000 Schüler streikten am Freitag, den 8. Mai 2026 und gingen anstatt in ihren Unterricht lieber auf die Straße, um gegen Kriegsertüchtigung und gegen die drohende Wehrpflicht zu demonstrieren. Auch das BSW und Jugendliche des JSW unterstützten den Demozug bei strahlender Sonne vom Hachmannplatz, entlang der Alster bis zum Gänsemarkt. „Nie wieder Krieg“, „Wir…

  • 10 Mai Das BSW Hamburg-Nord dankt den Befreiern vom Hitlerfaschismus und gedenkt der Opfer

    Aktuell Am 9. Mai besuchte eine Delegation des BSW Hamburg-Nord den Ohlsdorfer Friedhof und legte Blumen an den Kriegsgräbern nieder. Zunächst ging es zur Sowjetischen Kriegsgräberstätte. Auf dem Gräberfeld ruhen 384 sowjetische Kriegsgefangene, die in Gefangenschaft 1941 bis 1945 durch Zwangsarbeit starben. Anschließend besuchte die Gruppe auch die Kriegsgräberstätte der alliierten Soldaten. Nach dem Zweiten Weltkrieg…

  • 10 Mai BSW Hamburg gründet Landesjugendverband

    Aktuell An diesem Samstag, 9. Mai, hat der Landesverband Hamburg vom Bündnis Sahra Wagenknecht, seinen Landesjugendverband im Körberhaus in Bergedorf gegründet. In Anwesenheit zahlreicher Gäste angrenzender Landesverbände eröffnete die Landesgeschäftsführerin, Franziska Schwarz, die Versammlung. Dabei betonte sie, dass gerade in der heutigen Zeit, in der buchstäblich wieder „Gleichschritt Marsch“ gefordert ist, die Jugend mit ihrem natürlichen…

  • 01 Mai Große Demo zum 1. Mai - wir waren dabei

    Aktuell Bei schönstem Wetter setzte sich der Demonstrationszug von Ottensen kommend gegen 11 Uhr in Bewegung. Mit dabei: Zahlreiche Mitglieder und Unterstützer des BSW. Ausgestattet mit vielen Fahnen und großen Bannern waren wir nicht zu übersehen. Die Stimmung war gut und diesmal waren wir – anders, als noch im letzten Jahr – sogar willkommene Gäste. Das…