Pressemitteilung zum Gedenken an den 22. Juni 1941
,Sehr geehrte Damen und Herren!
Mit dem beigefügten Newsletter vom heutigen Tag rufen wir unsere Mitglieder, Unterstützerinnen und Unterstützer wie Sympathisanten zur Teilnahme an einer Demonstration und Kundgebung am kommenden Montag in Hamburg auf. Nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland war es so wichtig wie heute, die Kriegstreiberei deutscher Politik von 1941 in Erinnerung zu bringen, auf die Parallenen zur Gegenwart und die damit verbundene Gefährdung der eigenen Bevölkerung aufmerksam zu machen.
Mit besten Grüßen
Landesvorstand Hamburg
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Aufruf zum 85. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion:
Den dritten Weltkrieg verhindern!
Am 22. Juni 2026 jährt sich zum 85. Mal der Überfall Hitler Deutschlands auf die Sowjetunion. Über 60 Millionen Menschen starben im Zweiten Weltkrieg, darunter mehr als 27 Millionen Bürgerinnen und Bürger der Sowjetunion. Die Sowjetunion trug die Hauptlast bei der Zerschlagung des Hitlerfaschismus. Auch sechs Millionen Deutsche fanden im Inferno des Krieges den Tod, der weite Teile Europas zerstörte.
Gleich, bereits nach dem Sieg der Roten Armee 1945, setzten die Westalliierten, allen voran die USA, ihren Kampf gegen die Sowjetunion fort. Sie verbündeten sich mit revanchistischen Kräften in der Bundesrepublik Deutschland. Die Nachkriegsordnung nach 1945 verhinderte bis zum Zusammenbruch der sozialistischen Staatengemeinschaft heiße Kriege auf dem Kontinent. Mit dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes begannen die USA und die NATO, ihre Militärpolitik auszuweiten. Nach jahrzehntelangem Kalten Krieg, nach Hochrüstung, Sanktionen und Destabilisierung gegen das sozialistische Lager gelang es letzten Endes, das erste sozialistische Land der Welt zu zerschlagen.
Es folgten militärische Aggressionen: Irak 1991, Jugoslawien 1999, Afghanistan 2021, erneut Irak 2003, Libyen 2011, zuletzt der Iran. Parallel dazu wurde mit der NATO-Osterweiterung, entgegen aller Versprechen im Zusammenhang mit dem Abzug der Sowjetarmee ab 1990 vom Territorium der ehemaligen DDR, Russland mit dem Beitritt 14 weiterer europäischer Staaten eingekreist. Eine weitere Zuspitzung waren der faschistische Maidan-Putsch in der Ukraine 2014, die Nichteinhaltung der Minsker Verträge, die gewaltsame Unterdrückung der russischsprachigen Bevölkerung im Osten der Ukraine mit militärischen Mitteln. Letztlich trat Russland in diesen Konflikt ein und seit 2022 gibt es den Krieg in der Ukraine. Frühzeitig, im März 2022 hätte er beendet sein können, hätte das Leben tausender russischer und ukrainischer Soldaten und Zivilisten vermieden werden können, wäre der Abschluss des schon unterschriftsreif vorliegende Friedensvertrags zwischen Russland und Ukraine nicht durch das Veto der NATO, in Gestalt des damaligen britischen Premierministers Boris Johnson verhindert worden.
Europäische Staaten, allen voran Deutschland heizen diesen Krieg mit ständigen Waffenlieferungen bis heute an.
Wie geschichtsvergessen muss man sein, wieder Russland zum Feind zu erklären? Aber genau das tun deutsche Politiker, von Merz, über Kiesewetter, Wadephul und Pistorius. Nicht zu reflektieren, dass damit nie vergessene Verbrechen der deutschen Wehrmacht gegenüber sowjetischen Menschen, Gräueltaten der Deutschen, die Opfer der Blockade von Leningrad wieder stärker in die Erinnerung der russischen Menschen rücken, ist dumm und gefährlich. Es zeigt, wie wenig aus der Geschichte gelernt wurde, wie wenig heute übrig ist von den Versprechen der Völker nach 1945, die in der Charta der Vereinten Nationen festgelegt sind und Völkerverständigung vor allem anderen Priorität einräumen.
Wir sagen heute: Russland ist nicht unser Feind!
Wir fordern:
Verhandeln statt schießen
Abzug aller Atomwaffen
Keine Stationierung von Mittelstreckenraketen
Keine neuen Kriegs- und Zwangsdienste, keine Wehrpflicht
Kommt zur Demonstration am 22. Juni 2026
Auftakt: 17 Uhr, Ottenser Hauptstraße 1 (Bahnhof Altona)
Zwischenkundgebung: 18 Uhr, Alma-Wartenberg-Platz
Abschlusskundgebung: 18.45 Uhr, Ottenser Hauptstraße 1
Wir sehen uns auf der Straße!
Euer Landesvorstand des BSW Hamburg