BSW Hamburg stellt sich neu auf: Mehr Mitgliederbeteiligung, klarere Positionierung und neuer Vorstand
,Wachsender Landesverband
Am 20. und 21. März 2026 hat das BSW Hamburg im Kultur Palast Billstedt seinen 4. Landesparteitag durchgeführt. Erstmals fand der Parteitag als Delegiertenparteitag statt. Hintergrund ist das deutliche Wachstum unseres Landesverbands auf inzwischen mehr als 300 Mitglieder.
Im Mittelpunkt des Parteitags standen die personelle Ergänzung des Landesvorstands, Beschlüsse für mehr Transparenz und Mitgliederbeteiligung sowie die weitere politische Profilierung des BSW Hamburg.
Politische Schwerpunkte
Ein wichtiger inhaltlicher Schwerpunkt war die erneute Befassung mit einer früheren Entscheidung des damaligen Landesvorstands im Zusammenhang mit dem Hamburger Zukunftsentscheid. Nach erneuter Beratung kamen die Delegierten mehrheitlich zu dem Ergebnis, diese Position zu revidieren.
Ausschlaggebend für die damalige Zustimmung war insbesondere die Annahme, die vorgesehenen Maßnahmen würden sozialverträglich umgesetzt. Ob diese Voraussetzung tatsächlich erfüllt ist, wird heute deutlich kritischer bewertet. Das BSW Hamburg befürchtet unverhältnismäßig hohe zu erwartende Belastungen für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Hamburger Wirtschaft.
In diesem Zusammenhang verwiesen die Delegierten auch auf die programmatische Linie des BSW für eine Energiewende mit wirtschaftlicher Vernunft, sozialer Ausgewogenheit und ohne Deindustrialisierung. Der Landesverband wird die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten und auf mögliche negative Auswirkungen öffentlich deutlich hinweisen.
Eine weitere wichtige Entscheidung des Parteitags war die Zustimmung zu einem Maßnahmenpaket, das die künftige Arbeit des Landesvorstands weiter strukturieren und die Beteiligung der Mitglieder an Entscheidungsprozessen stärken soll.
Vorstand komplettiert
Auch personell wurde der Landesverband neu aufgestellt. Die Delegierten entschieden sich dafür, offene Positionen im Vorstand nachzubesetzen, statt eine komplette Neuwahl durchzuführen.
Neu in den Landesvorstand gewählt wurden:
Dirk Heurich als Co-Vorsitzender
Franziska Schwarz als Geschäftsführerin
Thomas Wachholz als Schatzmeister
Cansu Adel als Beisitzerin
Gemeinsam mit den bisherigen Vorstandsmitgliedern Burkhard Bujotzek (Co-Vorsitzender), Metin Kaya (stellvertretender Vorsitzender) und Ina Marie Raab (Beisitzerin) ist der Landesvorstand nun vollständig besetzt.
Ausblick auf 2026
Dirk Heurich betonte nach seiner Wahl die zentrale Aufgabe für das kommende Jahr: „Viele Hamburgerinnen und Hamburger wissen noch nicht klar genug, wofür das BSW über seinen konsequenten Einsatz für den Frieden hinaus steht. Genau das sichtbar zu machen, ist eine unserer wichtigsten Aufgaben für 2026.“
Am zweiten Tag sprach zudem BSW-Generalsekretär Oliver Ruhnert zu den Delegierten über die politischen Herausforderungen der kommenden Monate und die weitere Entwicklung des BSW auf Bundes- und Landesebene.
Mit dem 4. Landesparteitag hat das BSW Hamburg wichtige personelle und organisatorische Entscheidungen getroffen und Weichen für die weitere politische Arbeit im Jahr 2026 gestellt.