NEIN zu Olympia in Hamburg

Aktuell
, 24. April 2026

Kein Blankoscheck für den Senat!

Wir haben die leeren Versprechungen des Senats und der Altparteien gründlich satt.
Schöne Zahlen, große Worte – am Ende stimmt nichts davon und wir Bürger zahlen die Zeche.

Olympische Spiele wirken auf den ersten Blick attraktiv: Sie schaffen Aufmerksamkeit, fördern Begegnungen und können dem Breitensport Impulse geben.

Doch die Realität sieht anders aus.

Olympia ist regelmäßig mit massiven Kostensteigerungen verbunden, die am Ende die öffentliche Hand und damit die Bürgerinnen und Bürger tragen. Die Risiken liegen bei der Stadt, während wirtschaftliche Profite vor allem bei Investoren und großen Konzernen landen.

Auch die versprochenen Impulse für die Stadtentwicklung sind begrenzt:
Viele Infrastrukturprojekte wären ohnehin geplant, andere Investitionen sind nur temporär oder müssten nach den Spielen wieder zurückgebaut werden. Das Olympische Dorf in der Science City Bahrenfeld schafft keinen dauerhaft verfügbaren Wohnraum für uns Hamburger, während steigende Mieten und Verdrängung typische Begleiterscheinungen solcher Großereignisse sind.

Von echter Völkerverständigung kann ebenfalls kaum die Rede sein. Stattdessen dominieren Konkurrenz im Medaillenspiegel, politisch motivierte Ausschlüsse und hoher Leistungsdruck. Für die meisten Menschen bleibt Olympia kaum zugänglich – bei hohen Ticketpreisen und starken Einschränkungen durch Sperrungen, Sicherheitszonen und überlastete Infrastruktur.

Hamburg braucht keine Olympischen Spiele. Statt Milliarden in ein unsicheres Prestigeprojekt zu stecken, sollten wir in bezahlbaren Wohnraum, Bildung, Mobilität, soziale Infrastruktur und den Breitensport investieren – zielgerichtet und dauerhaft wirksam.

Wir haben längst das Vertrauen in Hamburgs Senat verloren!

• Der „kurze Olaf“ – Trotz des SPD-Wahlversprechens, es gebe „kein Geld dafür“, kauft die Stadt nun für rund 595 Millionen Euro die unteren zwölf Stockwerke des Elbtowers für das Naturkundemuseum („Evolutioneum“), um den Bau bis 2029 fertigstellen zu können.

• Beim Projekt „Haus der Erde“ haben sich die Baukosten mehr als verdoppelt, statt der ursprünglich geplanten Fertigstellung 2019 ist die Eröffnung erst für den Sommer 2026 vorgesehen, sieben Jahre später.

• Hamburg-Takt: Die SPD hatte versprochen, dass bis 2030 jeder Hamburger binnen fünf Minuten ein ÖPNV-Angebot erreicht – Ziel bereits verfehlt.

• Die Köhlbrandbrücke sollte nur bis etwa 2030 halten, ein Ersatz kommt frühestens in den 2040ern, mehr als ein Jahrzehnt später – während die Brücke bröckelt und für Schwerlastverkehr bereits gesperrt ist.

• Der Hamburger Hauptbahnhof, Deutschlands meistfrequentierter Bahnhof, ist schon seit Jahrzehnten überlastet; seit 2000 wird geplant, aber erst ab 2028 sollen Bauarbeiten beginnen. Dabei sind zur Entlastung bislang nur ein zusätzlicher Bahnsteig mit zwei Gleisen vorgesehen.

• Die Untergrund-Toilette am Gerhard-Hauptmann-Platz wurde nach nur drei Monaten Betrieb Ende 2023 wegen eines Wasserschadens geschlossen; die Sanierung scheiterte. Kürzlich wurde sie mit Beton und Sand zugeschüttet. 2,2 Millionen Euro die Klospülung runter.

Beim Hamburger Senat wiederholt sich ein Muster: Millionen werden verbrannt, Termine gerissen und Versprechen gebrochen. Bei Olympia wären solche Versäumnisse und Dauerverzögerungen undenkbar – die Spiele lassen sich nicht einfach verschieben. Die Konsequenz ist klar: Mit sehr viel Geld werden die Vorhaben am Ende trotzdem durchgedrückt.
Auf unsere Kosten. Deshalb sagt das Hamburger BSW:

JA zum Sport, NEIN zu Olympischen Spielen in Hamburg

Sabine, Bernd und Chris beim Flyern am Jungfernstieg. Nicht im Bild: Reinhard und Dirk


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